Endstation Vernichtung
Diensteifer und Pflichterfüllung
bei der Reichsbahn in München 1933 - 1945
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Projekt

Die Geschichte der Deutschen Reichsbahn zwischen 1933 und 1945 ist noch nicht geschrieben. Die tragende Bedeutung der Bahn für Massenverkehr und Gütertransport im NS-System ist erst in Ansätzen erforscht.
Um die lokalen und regionalen Aspekte der Bahngeschichte im Nationalsozialismus stärker in den Blick zu rücken, bildete sich im Jahr 2008 eine Projektgruppe bekannter Münchner Organisationen und Bildungseinrichtungen.
Untersucht wurde insbesondere die systemstabilisierende Rolle der Deutschen Reichsbahn für die verbrecherische NS-Diktatur. Die Ergebnisse dieser Forsch ungen werden in zwei Ausstellungen und einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm präsentiert.
Ohne anpassungsbereite Akteure, ohne dienstbare Bürokratie hätte sich das NS-Regime 1933 nicht etablieren können. Erst die Mitwirkung und begeisterte, willfährige und skrupellose Zuarbeit vieler Menschen ermöglichten das verbrecherische NS-System und stützten es bis zuletzt. Wie Justiz, Polizei, Militär, Presse, Bildungseinrichtungen und berufliche Interessengruppen leistete auch die Deutsche Reichsbahn einen zentralen Beitrag.
Als universelles Verkehrsmittel diente die Bahn dem Regime zur materiellen Sicherung von Mobilität und als wichtigste Transportressource bei der Umsetzung von wirtschafts-und militärstrategischen Zielen. Der mustergültig Diensteifer und die loyale Pflichterfüllung vieler Mitarbeiter machten die Bahn gleichermaßen zum Träger nationalsozialistischer Ideologie und zum populären Medium von NS-Propaganda.
Die Ausstellungen werden nach der Präsentation in München auch in anderen bayerischen Städten gezeigt. Sie können auf Anfrage auch ausgeliehen werden.
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