Endstation Vernichtung
Diensteifer und Pflichterfüllung
bei der Reichsbahn in München 1933 - 1945
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Gefolgschaft der Reichsbahn

Die propagandistische Formel der „NS-Volksgemeinschaft“ basierte auf den Gegensatzpaaren „Integration-Ausgrenzung“ und „Anreiz-Bestrafung“. Soziale, kulturelle und politische Unterschiede waren im nationalsozialistischen Staat scheinbar aufgehoben.
Die Attraktivität dieser gesellschaftlichen Konstruktion beruhte auf den ideellen und materiellen Privilegien, die der NS-Staat gewährte. Der Preis für die Zugehörigkeit zur „Volksgemeinschaft“ war hoch und erforderte bedingungslose Anpassung. Vom Regime ausgegrenzt und verfolgt wurden all jene, die nicht dem Leitbild der NS-Ideologie entsprachen: Politisch Andersdenkende sowie Menschen, die als „asozial“, „erbbiologisch“ oder rassenideologisch unerwünscht galten oder nicht zu gesellschaftlicher Unterordnung bereit waren.


Die Mechanismen von Anpassung und Gleichschaltung, von Ausgrenzung und Entrechtung sind auch im Mikrokosmos Reichsbahn erkennbar. Der Gedanke der „Volksgemeinschaft“ spiegelt sich besonders in einem umfassenden Freizeit- und Kulturleben wider – inszeniert ganz im Geist der NS-Ideologie. „Gemeinschaftsfremde“ hatten hier keinen Zugang und wurden systematisch verfolgt. An ihren Arbeitsplätzen wurden die Mitarbeiter der Reichsbahn propagandistisch auf die „Volksgemeinschaft“ eingeschworen. Nicht alle waren deshalb überzeugte Nationalsozialisten. So zeigt sich auch im Milieu der Reichsbahner ein breites Spektrum unterschiedlicher Reaktionen: Von Anpassung und Begeisterung bis hin zu nonkonformem Verhalten und Widerstand.
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