Endstation Vernichtung
Diensteifer und Pflichterfüllung
bei der Reichsbahn in München 1933 - 1945
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Deutsche Bahn AG und Geschichte

Eine überzeugende und tiefgehende Auseinandersetzung über die loyale Unterstützung des NS-Regimes und die aktive Beteiligung der Reichsbahn an den NS-Verbrechen steht bis heute noch aus. Erst 55 Jahre nach Kriegsende hat wachsender öffentlicher Druck die Bahn zu einer ersten Annäherung an dieses unbequeme Thema veranlasst. Der Konzern beteiligte sich am Zwangsarbeiter-Entschädigungsfonds und eröffnete 2002
im DB Museum Nürnberg einen Ausstellungsbereich zur NS-Zeit. Auch die Wanderausstellung „Sonderzüge in den Tod“ (2008) verweist auf einen zaghaften Wandel im Umgang mit der eigenen Unternehmensgeschichte.

Dieses Engagement wird freilich durch eine fragwürdige und irritierende Verweigerungs-
haltung der Unternehmensspitze konterkariert. Noch 2005 lehnte der Vorstand die Präsentation der Ausstellung von Serge und Beate Klarsfeld auf deutschen Bahnhöfen über das Schicksal von mehr als 11 000 deportierten Kindern aus Frankreich ab.
Seit 2007 zeigt ein Verein mit großem Publikumserfolg in deutschen und polnischen Bahnhöfen die Wanderausstellung „Zug der Erinnerung“ über die Geschichte der europäischen Deportationen. Für Trassennutzung, Standgebühren und Nebenkosten veranschlagt die Bahn AG die üblichen Gebühren, bis März 2009 mehr als 150 000 Euro. Alle Forderungen an den Konzern, seine historische Verantwortung anzunehmen und auf die Zahlungen zu verzichten, wurden bislang zurückgewiesen.

Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, dem sich auch die Deutsche Bahn AG vor dem Hintergrund ihrer eigenen Geschichte zu stellen hat.
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